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Ludwigslust_2017_09_15_ASE__4_kl
Grabow_2017_09_15_ASE__4_kl
Exkursionsziel Ludwigslust: Blick aus dem Portikus der ehemaligen Hofkirche auf die Randbebauung aus Wohnhäusern für das Hofpersonal
Fotos: Sept. 2017, A. Schmid-Engbrodt
Aus demselben Grund beabsichtigt die Tagung auch – trotz abweichender Territorialgeschichten und ggf. Herrschaftsstrukturen – keine regionale Beschränkung; im Gegenteil sind auch Beiträge aus den Nachbarländern ausdrücklich erwünscht. Selbst eine Reduktion auf entweder städtische oder ländliche Siedlungen scheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht angebracht, dürften doch gerade im Vergleich möglichst variantenreicher Beispiele die Motive, Absichten und Methoden der Landesherrschaften erkennbar werden.
 
Erwünscht sind alle Darstellungen des Hausbaus in einer neu gegründeten oder wiederaufgebauten Siedlung. Auch bei der Vorstellung einzelner Bauuntersuchungen sollten die Neuerungen gegenüber früheren Bautraditionen deutlich werden. Im Idealfall zeichnen die Vorträge den Ablauf der Planungsmaßnahme und darin den Einfluss der Landesherrschaft nach. Überblicksvorträge, z. B. zur Baupolitik einzelner Länder oder Herrscher, sollten die praktische Umsetzung der theoretischen Überlegungen und Vorgaben in den neuen Städten und Dörfern nicht aus den Augen verlieren.
 
Darüber hinaus geben wir bevorzugt Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern die Möglichkeit, in einer Sektion „aktuelle Forschungsergebnisse Beiträge anderer Thematik vorzustellen.
 
Die Veröffentlichung der Tagungsbeiträge im „Jahrbuch für Hausforschung ist zeitnah vorgesehen; wir erwarten die Abgabe Ihrer Manuskripte zu Tagungsbeginn.  
 
Bitten senden Sie ein Exposé (max. 1.500 Zeichen) und Angaben zu Ihrer Person bis 28. Februar 2018 an:
Thomas Spohn, Brandenburger Straße 12, 44139 Dortmund;
mail:
famspohn@web.de
Das ‚lange‘ 18. Jahrhundert kann auch auf dem Gebiet des Bauens und Wohnens höchstens im Vergleich mit den rasanten Umwälzungen des 20. Jahrhunderts als Phase der Stagnation erscheinen. Tatsächlich aber unterscheiden sich auch schon die Häuser des frühen 19. Jahrhunderts in Stadt und Land deutlich von denen des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Nicht nur ist das Äußere nach wechselndem Zeitgeschmack in bisweilen geänderter Bauweise umgestaltet, sondern auch das Innere modifizierten Nutzungsmustern mit zahlreichen technischen Neuerungen angepasst. Besonders offenkundig werden Novationsschübe in den Fällen grundlegender Neugestaltung der ganzen Siedlung, d. h. in der Gründungsphase neuer Städte und Dörfer oder im Wiederaufbau nach Brand- oder Kriegszerstörungen.
Die Tagung will zur Klärung der Frage beitragen, in welchem Umfang es direkte Vorgaben der Obrigkeit waren, welche die Wandlungen des Bauens und Wohnens in den deutschsprachigen Ländern angestoßen haben. Gefragt wird in erster Linie, mit welchen Zielen und in welcher Form von den absolutistischen Landesherren bzw. ihren Baumeistern auf die Planung des einzelnen Hauses Einfluss genommen wurde. Dabei sind Veränderungen der Baustruktur (Material und Gestalt) ebenso in den Blick zu nehmen wie Wandlungen der Raumstruktur (Funktion und Typ).
 
Im Mittelpunkt der Vorträge sollen die neuen Häuser stehen. Deren Stellung in der Ortstopographie und damit der städtebauliche Entwurf können natürlich nicht außer Acht bleiben. Dies gilt gleichermaßen für den Anlass des Planungsereignisses: Beim Wiederaufbau einer zerstörten Ortschaft stellen sich ganz andere rechtliche und ökonomische Fragen als bei einer neu zu gründenden Siedlung. Auch die primäre Funktion der Siedlung – Residenz oder Festung, Manufaktur oder Landwirtschaft – wird wegen der Unterschiede im politischen Gewicht wie im bautypologischen Besatz nicht ohne Einfluss auf die Maßnahmen der Obrigkeit geblieben sein. Es ist zu erwarten, dass deren Ziele durch den Vergleich unterschiedlicher Planungsvorgänge deutlich hervortreten.
Aufruf für Vorträge
Arbeitskreis für Hausforschung – Jahrestagung 2018
Mittwoch 3. bis Sonntag 7. Oktober 2018 in Schwerin
 
Die neuen Häuser in den neuen Städten und Dörfern
Neuerungen im Hausbau unter dem Einfluss der Landesherren
und ihrer Baumeister zwischen 1650 und 1830
Grabow: Bebauung nach dem großen Stadtbrand von 1725
Foto: Sept. 2017, A. Schmid-Engbrodt