Editorial

Home

Aktuelles

Wir über uns

Regionalgruppen

Kontakt

Mitgliedschaft

Publikationen

Archiv

Links

AHF_Logo_Web_kleiner

Aktuelles

AHF- Jahrestagung

Nachrichten

Mitteilungen

Rezensionen

Buchhinweise

Personalia

Tagungshinweise

 

Impressum

 Datenschutz
AHF- Jahrestagung 2019
vom 3. bis 6. Oktober 2019 in Goslar (Niedersachsen, Deutschland)

 
»Bergbau und Hausbau – Zum Einfluss bergbaulicher Aktivitäten auf den Haus- und Siedlungsbau in Europa vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert«

 

 
Call for papers
 
Im Rahmen der Tagung soll die Frage beantwortet werden, welche mit dem Bergbau verbundenen Faktoren für den Haus- und Siedlungsbau in Regionen mit ausgeprägter bergbaulicher Tätigkeit relevant sind und wie sich diese im Baubestand abbilden.
Insbesondere der von herrschaftlicher Seite geförderte und zugleich reglementierte mittelalterliche und frühneuzeitliche Silbererzbergbau führte in Verbindung mit der Prägung von Münzen zu wirtschaftlich prosperierenden Zentren. Die für den Betrieb der Bergwerke notwendige Ansiedlung von Bergleuten in unmittelbarer Nähe der Erzlager wurde durch den Anreiz von sogenannten Bergfreiheiten befördert, die in nicht unwesentlichem Maße auch den Hausbau prägten. Oft kam es zu Siedlungsneugründungen, die eng mit dem Bergbau und für den Bergbau erforderlichen Gewerben verbunden waren. Dies hatte immer Wanderbewegungen der Bergleute mit entsprechendem Wissenstransfer zur Folge. Bergbau, Verhüttung und Siedlungsbau zogen einen großen Holzbedarf nach sich, der die frühe Einrichtung einer Forstwirtschaft erforderte. Um die rivalisierenden Ansprüche erfüllen zu können, haben Berg- und Forstverwaltung auch Einfluss auf den Hausbau genommen.
Die besonderen technologischen Anforderungen des Erzbergbaus ließen die europäischen Bergbauregionen zu technologischen Innovationszentren wachsen. Die Erfindung des sog. geschlagenen Drahtseils – zum Beispiel – geht auf die Zusammenarbeit des Oberbergrats Julius Albert mit dem Bergschmied Mummenthey in Clausthal (Oberharz) im Jahre 1834 zurück. Das große Erfordernis der ständigen Wasserhaltung war der Aufgabenbereich der Bergzimmerleute, die aber auch obertägig im Hausbau als Zimmerer in Erscheinung treten konnten.
 
Die großen europäischen
Bergbauzentren zur Gewinnung von Erzen, Steinkohle und Salz sollen deshalb im Mittelpunkt der Tagung stehen. Die bergbauliche Gewinnung von Baumaterialen (Natursteine) und deren Verwendung im Hausbau sollen hier hingegen weitgehend ausgeklammert bleiben bzw. nur in gut begründeten Einzelfällen (siehe unten, Punkte 1-6) zur Darstellung kommen. Allgemein können die hier erbetenden Beiträge Fragen sowohl des Haus- wie auch des Siedlungsbaus in den Fokus stellen. Obertägige Bauten des Bergbaubetriebes wie die Zechenhäuser bzw. Huthäuser sollten die Ausnahme bilden, untertägige Bauten sind nur von Interesse, wenn ein Bezug zum Baugeschehen der Region hergestellt wird.
Im Detail und vor dem oben geschilderten Hintergrund sollten/können die Beiträge unter anderem
folgende Fragen in den Blick nehmen:
 
1. Wie wirken sich Wanderbewegungen der Bergleute auf Traditionen und Innovationen im Hausbauaus?
2. In welchem Umfang führen Forstwirtschaft und Obrigkeit zur Reglementierung des Bauens?
3.Lassen  Bergbausiedlungen in verschiedenen Epochen Sonderformen erkennen?
4.Lassen sich Typologien für Bergmannshäuser, Fuhrmannshöfe, Waldarbeiterhäuser etc. in den Bergbauregionen erkennen? Wie entwickeln sich diese? Wie groß ist der Einfluss regionaler Gegebenheiten (Klima, Baumaterialien, Topographie)?
5.Lassen sich Innovationen im Bergbau – z. B. der Zimmerleute – auch im Hausbau, Kirchenbau oder anderen Sonderbauten (z.B. Zechenhäuser) ablesen?
6.Welche Nebenprodukte des Bergbaus (u. a. Farbpigmente, Schlacke, Eisenguss) fanden im Hausbau Verwendung?
 
Die Tagung nimmt vorrangig die
neuzeitlichen Bergbauphasen in den Blick, nachdem der mittelalterliche Bergbau in Europa – vor allem in Folge der europaweit grassierenden Pest – im 14. Jahrhundert einging. Die jüngeren Entwicklungen, die sich vor allem in geschlossenen Siedlungsstrukturen (z. B. im Ruhrgebiet) niedergeschlagen haben, sollten auf die Darstellung eines Überblicks mit einem konkreten Beispiel beschränkt bleiben.
 
Erbeten sind Beiträge von 20 Minuten Länge, in deutscher oder englischer Sprache.
Unter der Rubrik
„Neue Forschungsergebniss" haben bevorzugt Studierende die Möglichkeit, in einem 15minütigem Kurzbeitrag ihre Forschungsergebnisse abseits des Tagungsthemas vorzustellen.
Die technische Ausstattung für eine
digitale Bildpräsentation (PowerPoint) steht den Vortragenden auf der Tagung zur Verfügung.
Die Beiträge sollen in dem anschließenden Tagungsband des AHF veröffentlicht werden.
 
Die Beiträge bitten wir mit Titel und einem max. 10-zeiligem Abstract sowie einer Kurzvita
bis zum 31. März 2019 anzumelden bei:
 
Anja Schmid-Engbrodt
Lindlacher Weg 25, D-50259 Pulheim-Stommeln
E-Mail: engbrodt@aol.com
AHF Conference 2019,
3.- 6. Oct. in Goslar (Lower Saxony, Germany)

 
"Mining and Building -
The Influence of Mining Activities on Housing and Settlement in Europe from the 15th to the Early 20th Centuries"