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Esslingen, im Juli 2017
 
 
Liebe Mitglieder,
 
das Thema unserer diesjährigen Jahrestagung in Nürnberg lautet: »Fachwerk in Europa«. Ungeachtet der konstruktiven und dekorativen Vielfalt, die uns europaweit und über einen großen Zeitraum überliefert ist, steht bei der Verwendung von Holzgerüstkonstruktionen der Profanbau in Stadt und Land im Vordergrund. Dennoch gibt es Ausnahmen: In der Landschaft der Champagne zum Beispiel, insbesondere in der fruchtbaren Niederung zwischen den Städten Bar-le-Duc und Troyes zeichnen sich viele der meist kleinen Dörfer durch Fachwerkkirchen aus. Diese weckten in den 1970er und 1980er Jahren das Interesse der Menschen vor Ort, aber auch der staatlichen Denkmalpflege. Etliche von ihnen wurden damals renoviert, bauhistorisch untersucht und als
monument historique unter Schutz gestellt. Im Jahre 2008 veröffentlichte der Service de l'Inventaire du patrimoine culturel in der Reihe Les Parcours du Patrimoine hierzu die Publikation Les églises à pans de bois de Champagne, die einen guten Überblick über den Bestand an Fachwerkkirchen in den Départements Aube und Marne vermittelt. Bei der Beschäftigung mit diesen Sakralbauten fallen zwei Dinge auf: die meisten von ihnen entstanden nach den präsentierten dendrochronologischen Ergebnissen aus dem frühen 16. oder sogar noch späten 15. Jahrhundert und das dortige Fachwerkgefüge scheint sich zumindest bis ins ausgehende 18. Jahrhundert kaum verändert zu haben.
 
Fachwerkkirchen sind auch in anderen Regionen Europas beheimatet, so etwa in Hessen, Thüringen, Brandenburg und im heutigen Polen. Im Rahmen unserer Tagung wird Ulrich Schaaf über
Protestantische Fachwerkkirchen Schlesiens in habsburgischer Zeit berichten.
Gespannt sein dürfen wir auf sämtliche Vorträge. Neben deutschen Referentinnen und Referenten tragen diesmal sehr viele ausländische Wissenschaftler vor. Dadurch dürften wir unserem Ziel, den Status quo der Fachwerkforschung in den europäischen Ländern festzustellen, sicherlich nahe kommen. Schon jetzt möchte ich meinen großen Dank zum Ausdruck bringen, dass wir diese Jahrestagung in Kooperation mit dem
Germanischen Nationalmuseum durchführen können und zudem finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft erhalten werden.
 
 
Mit herzlichen Grüßen
 
Prof. Dr. Michael Goer
Vorsitzender