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Protokoll der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises für Hausforschung (AHF) e.V. am 6. Oktober 2018 in Schwerin
 
Die ordentliche Mitgliederversammlung 2018 des Arbeitskreises für Hausforschung (AHF) e.V. fand am 6. Oktober 2018 im Sitzungssaal des Rathauses, Am Markt 14, in Schwerin statt.
 
1. Bericht des Vorsitzenden
Der Vorsitzende eröffnet die Versammlung um 8.30 Uhr und begrüßt die erschienenen Mitglieder und Gäste des AHF. Er stellt die ordnungsgemäße Einladung sowie die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest.

Die Versammlung genehmigt die Tagesordnung und das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung vom 3. Oktober 2017 in Nürnberg. Auf Antrag des Vorsitzenden wird der TOP 6, Publikationen, vorgezogen und mit TOP 5, Wahlen, getauscht.
Die
Vorstandsarbeit hatte im Berichtsjahr zwei Schwerpunkte: 1. Verlagswechsel und 2. Verlagerung der Geschäftsstelle von Esslingen nach Bad Windsheim.
Zu 1., Verlagswechsel: Bei der Verlagsausschreibung 2017 (H. Stiewe) hatte der Michael Imhof Verlag unter vier angeschriebenen Verlagen das günstigste Angebot abgegeben; außerdem war er als einziger bereit, die Buch-Lagerbestände des AHF (ca. 5.000 Bände) kostenfrei zu übernehmen und weiter zu vertreiben. Die Mitgliederversammlung 2017 in Nürnberg hatte einem möglichen Verlagswechsel zugestimmt. Der Verlagswechsel vom Jonas-Verlag (VDG-Verlagsgruppe, Weimar) zum Michael Imhof Verlag konnte überraschend schnell schon zum 1. Januar 2018 vollzogen werden, da der Jonas-Verlag/VDG auf eine Kündigungsfrist verzichtete. Bei einem Besuch von Vorstand und Arbeitsausschuss beim Imhof Verlag in Petersberg (bei Fulda) am 26. Januar 2018 wurden wichtige Fragen, u.a. das neue Layout und ein größeres Format der Jahrbücher für Hausforschung besprochen. Zugleich hatte Michael Goer die noch beim Jonas-Verlag lagernden Buchbestände des AHF von Oldenburg (!) zum Imhof Verlag transportiert; der Transport der übrigen Altbestände, die in einem Bauernhaus von Dieter Mayer-Gürr bei Marburg lagerten, ist wenig später ebenfalls erfolgt. Inzwischen sind drei Tagungsbände beim Imhof Verlag erschienen (s. TOP 5, Publikationen).A
Zu 2., Verlagerung der Geschäftsstelle von Esslingen nach Bad Windsheim: Michael Goer hat seiner Mitarbeiterin Frau Bauer, die die Geschäftsführung des AHF jahrelang unterstützt hatte, herzlichen Dank und Grüße der letzten Mitgliederversammlung überbracht, worüber sie sich sehr gefreut hat. Der Umzug der Geschäftsstelle nach Bad Windsheim ist inzwischen erfolgt. Maßgeblich eingebunden in die Arbeit der Geschäftsstelle sind Evelyn Wittig (Mitgliederverwaltung, Tagungsvorbereitung, Versand der Mitteilungen) und Andrea Ott (Kassenwesen, Tagungsvorbereitung), beide Mitarbeiterinnen des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim.
Die wichtigste Aufgabe war die
Umstellung auf die neuen Mitgliedsbeiträge, die bis auf wenige noch offene Nachforderungen gut geklappt hat. Die Erhöhung des Beitrags für institutionelle Mitglieder von 62 auf 70 Euro hatte die letzte Mitgliederversammlung unter dem Vorbehalt nochmaliger Prüfung durch den Vorstand genehmigt. Nach dieser Prüfung hat der Vorstand auch diese Erhöhung durchgeführt; negative Reaktionen oder Austritte von Institutionen hat es daraufhin nicht gegeben.
Für die Jahrestagung in Nürnberg hatte die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) einen Reise‧kostenzuschuss für 21 ausländische Referenten von max. 8.400 Euro bewilligt; am Ende haben aber nur 14 Referenten Reisekosten in einer Gesamthöhe von ca. 5.000 Euro abgerechnet. Die Abrechnung musste nach dem Landesreisekostengesetz von Baden-Württemberg erfolgen, was sich kompliziert gestaltete; auch musste der AHF einen Eigenanteil von ca. 465 Euro beitragen.
Die
Mitgliederentwicklung verlief im Berichtsjahr erfreulich: Es gab 24 Neueintritte, darunter 23 persönliche Mitglieder und ein institutionelles Mitglied (Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien); 7 Neumitglieder sind Studieren‧de. Dem stehen 4 Kündigungen gegenüber (3 aus Altersgründen, 1 Todesfall).
Das Mitglied Dipl.-Ing. Josef Weidmann, Ulm, ist im Berichtsjahr verstorben; die Versammlung erhebt sich zum Gedenken an den Verstorbenen.
Aktuell hat der AHF 476 Mitglieder (Stand 1.10.2018); nach Wirksamwerden der 4 Kündigungen zum 31.12.2018 wird der AHF
472 Mitglieder haben.
Zum Abschluss dankt der Vorsitzende den Kolleginnen und Kollegen in Vorstand und Arbeitsausschuss für die gute Zusammenarbeit, namentlich Herbert May (Geschäftsführung), Anja Schmid-Engbrodt (Homepage), Heinrich Stiewe (Mitteilungsblatt, Schriftführung), Doris Huggel und Uwe Rumeney (Kassenprüfer), Elke Onnen und Thomas Spohn (stellvertretend für die Vorbereitungsgruppe der Tagung Schwerin) sowie Markus Rodenberg (Tagungsbüro).
Zum Bericht des Vorsitzenden gibt es keine Fragen oder Anmerkungen aus der Versammlung.
 
2. Bericht des Geschäftsführers
Der Geschäftsführer, Herbert May, trägt den Kassenbericht vor und dankt seiner Mitarbeiterin Andrea Ott im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim für ihre Unterstützung. Er erläutert die Einnahmen und Ausgaben sowie Kontostände des Geschäftsjahres 2017/18 und gibt einen Ausblick auf 2018/19, insbesondere die Rückstellungen für die noch ausstehenden Tagungsbände. Zum Bericht des Geschäftsführers gibt es keine Fragen oder Anmerkungen aus der Versammlung.

 
3. Bericht der Kassenprüfer
Die Kassenprüfer Doris Huggel und Uwe Rumeney haben die Kasse geprüft. Doris Huggel hebt in ihrem Bericht die einwandfreie Kassenführung durch den Geschäftsführer hervor und stellt keine Beanstandungen fest. Sie dankt Geschäftsführer und Vorstand für ihre Arbeit und schlägt die Entlastung vor. Die Versammlung nimmt den Bericht zustimmend zur Kenntnis.

4. Entlastung des Vorstandes

Günther Kolb dankt dem Vorstand für die geleistete Arbeit und beantragt die Entlastung von Ge‧schäftsführer und Vorstand. Diese wird von der Versammlung einstimmig erteilt.

 
5. Geplante Veröffentlichungen
Die Jahrbücher für Hausforschung 63 (Villingen-Schwenningen, 2012), 65 (Basel, 2014) und 67 (Neustadt/Weinstraße, 2016) sind rechtzeitig zur Tagung in Schwerin beim Imhof-Verlag erschienen. Der Format- und Designwechsel (Großformat DIN A4, vierfarbig, hohe Abbildungsqualität) ist „ein erheblicher Sprung nach vorne (M. Goer), es gibt bereits viele positive Rückmeldungen dazu.
Bei der Redaktion künftiger Bände ist zu beachten: hohe Bildqualität bei den Abb.-Vorlagen; Autoren sollten eindeutige Vorgaben zur Abb.-Größe (spaltenbreit, halb-oder ganzseitig) machen. Bei Plänen ist auf gleiche Maßstäblichkeit (zumindest innerhalb eines Beitrages) zu achten.
Ausstehende Bände:

Aarhus (Tagung 2013, Bd. 64, R. Atzbach): „Autorenschwund, 7 Autoren haben Beiträge zurückgezogen; 17 Beiträge liegen im Manuskript vor (2 davon neu eingeworben). Erscheinen: 2019.
Mühlhausen
(Tagung 2015, Bd. 66, Th. Eißing): 27-28 Vorträge, 2 Rücktritte, 15-16 Beiträge liegen vor, 10-11 ausstehende Beiträge angemahnt bis Ende November. Korrekturen im Frühjahr, Erscheinen 2019. Albrecht Sturm ist nach längerer Erkrankung wieder im Redaktionsteam dabei.
Nürnberg (Tagung 2017, Bd. 68, Th. Eißing): Etwa die Hälfte der Beiträge liegt vor, ca. 12-15 stehen noch aus, letzte Nachfrist bis Ende November 2018. Erscheinen 2019. Ulrich Großmann merkte dazu an, dass er seine Mitarbeit am Nürnberg-Band zurückzieht, wenn dieser nicht in 2019 erscheint.
Auf der Sitzung von Vorstand und Arbeitsausschuss am 3.10.2018 in Schwerin wurde vereinbart: Die Bände sollen möglichst chronologisch erscheinen: Aarhus und Mühlhausen im Frühjahr 2019, Nürnberg zur nächsten Tagung im Herbst 2019. Wenn der aktuelle Tagungsband Schwerin (2018, Red. Thomas Spohn) schneller fertig sein sollte, wird er vorgezogen.
Der Vorstand dankt Albrecht Sturm für die Redaktion des
Regional-Tagungsbandes Mitteldeutschland (Tagung in Pirna 2016), der zur Tagung in Schwerin fertig vorliegt.
 
6. Neuwahlen
Prof. Dr. Michael Goer, Vorsitzender des AHF seit 2006 (12 Jahre im Amt) tritt nicht wieder an (wie bereits auf der MV 2016 in Neustadt angekündigt). Er hebt die gute Zusammenarbeit im Team von Vorstand und Arbeitsausschuss hervor und dankt den ehemaligen Vorstandsmitgliedern Dr. Benno Furrer, Ulrich Klein M.A., Prof. Dr. Dirk de Vries und Ariane Weidlich M.A., den ehemaligen Arbeitsausschussmitgliedern Anja Heinecke und Dieter Nuytten sowie allen aktuellen Mitgliedern in Vorstand und Arbeitsausschuss für die gute Zusammenarbeit. Während der letzten 12 Jahre fanden 8 Jahrestagungen in Deutschland und 4 im benachbarten Ausland (Frankreich, Niederlande, Dänemark, Schweiz) statt; 14 Jahrbücher sind erschienen. Michael Goer wünscht dem neuen Vorstand alles Gute und dankt für eine gute Zeit.

Die Versammlung bestimmt den Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. G. Ulrich Großmann zum Wahlleiter für die Vorstandswahl, der diese Aufgabe gern übernimmt. Er erinnert an die fast 70-jährige Geschichte des AHF (gegründet 1950) mit den bisherigen Vorsitzenden Gustav Wolf, Bruno Schier, Josef Schepers, Konrad Bedal, G. Ulrich Großmann und Michael Goer.
Neuwahl des Vorsitzenden: Vorstand und Arbeitsausschuss schlagen Dr. Thomas Eißing (Universität Bamberg) vor; es gibt keine weiteren Vorschläge aus der Versammlung. In einer kurzen Vorstellung hebt Thomas Eißing als Schwerpunkte einer künftigen Vorstandsarbeit die gezielte Ansprache von Nachwuchs unter den Studierenden, die weitere Öffnung des AHF für neue Themen und jüngere Mitglieder sowie den Ausbau internationaler Kontakte hervor. In der anschließenden kurzen Aussprache weist Ulrich Großmann darauf hin, dass das Institut für Bau- und Kunstgeschichte der Universität Bamberg sich über die Nominierung von Eißing freut und Unterstützung zugesagt hat. Es gibt keine weiteren Vorschläge aus der Versammlung, geheime Wahl wird nicht gewünscht.
Thomas Eißing wird einstimmig bei 2 Enthaltungen zum Vorsitzenden gewählt; er nimmt die Wahl an.
Neuwahl des Stellvertreters/der Stellvertreterin, des Geschäftsführers und weiterer Beisitzer: Als stellvertretende Vorsitzende wird Dr. des. Anja Schmid-Engbrodt vorgeschlagen; als Beisitzer Dr. Herbert May (zugleich Geschäftsführer, Wiederwahl), Dr. Heinrich Stiewe (Schriftführer, Wiederwahl) und Dr. Bernd Adam (bisher im Arbeitsausschuss). Es gibt keine weiteren Vorschläge aus der Versammlung; einer Wahl der vier Vorstandsmitglieder en bloc wird zugestimmt; geheime Wahl wird nicht gewünscht. Die vier genannten Vorstandsmitglieder werden einstimmig bei Enthaltung der Betroffenen gewählt und nehmen die Wahl an.
Neuwahl des Arbeitsausschusses: Der Arbeitsausschuss hat satzungsgemäß 10 Mitglieder (Dr. Bernd Adam, Jens Christian Holst, Dr. Thomas Nitz, Heinz Pantli, Carolin Sophie Prinzhorn, Dr. Barbara Rinn-Kupka, Dr. Michael Schimek, Dr. Thomas Spohn, Albrecht Sturm, Prof. Dr. Gabri van Tussenbroek). Bernd Adam wurde soeben in den Vorstand gewählt, Jens Holst möchte seine Mitarbeit beenden. Alle anderen genannten Mitglieder stehen für eine Wiederwahl zur Verfügung. Damit sind zwei Plätze neu zu besetzen; es sollen möglichst europäische Nachbarländer und alle Teilregionen Deutschlands vertreten sein. Vorschläge von Vorstand und Arbeitsausschuss: Prof. Dr. Rainer Atzbach (Universität Århus, Dänemark und Regionalgruppe Nordost) und Oliver Fries (Tulln, Niederösterreich, neue AHF-Regionalgruppe Österreich). Oliver Fries ist nicht anwesend, hat aber telefonisch seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt. Es gibt keine weiteren Vorschläge aus der Versammlung. Die Versammlung stimmt einer Wahl en bloc zu; geheime Wahl wird nicht gewünscht. Die Arbeitsausschussmitglieder werden einstimmig bei 6 Enthaltungen gewählt und nehmen die Wahl an.
Neuwahl der Kassenprüfer: Uwe Rumeney ist nicht anwesend, hat aber seine Bereitschaft bekundet, weiterhin als Kassenprüfer tätig zu sein. Dr. Doris Huggel möchte das Amt abgeben. Als neuer Kassenprüfer wird Dr. Stefan Ulrich (Neustadt/Weinstraße) vorgeschlagen. Es gibt keine weiteren Vorschläge aus der Versammlung. Die Versammlung stimmt einer Wahl en bloc zu; geheime Wahl wird nicht gewünscht.
Uwe Rumeney und Dr. Stefan Ulrich werden einstimmig bei einer Enthaltung als Kassenprüfer gewählt und nehmen die Wahl an.
Anschließend erfolgt die Übergabe der Versammlungsleitung an den neuen Vorsitzenden Thomas Eißing. Dieser bedankt sich bei seinem Vorgänger Michael Goer und würdigt dessen 12-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des AHF. Wichtige Schwerpunkte dabei waren die Entwicklung einer „Doppelstruktur der Tagungsbände (Entwicklung des Hausbaus/Fachwerkbaus vom 12. bis zum 17. Jahrhundert als Ergebnis der Methodenkombination von Gefügeforschung und Den‧drochronologie sowie übergreifende kulturgeschichtliche Themen, regionale Aspekte des jeweiligen Tagungsortes und aktuelle Forschungen), der erfolgreiche Verlagswechsel, gute Teamarbeit in Vorstand und Arbeitsausschuss und ein Bewusstsein für Traditionen im AHF (Vorstandstreffen 2016 am Gründungsort Bü‧dingen). Weiterhin dankt er rückblickend Ulrich Klein für seine langjährige Redaktionstätigkeit bei den Jahrbüchern. Eißing hebt die Bedeutung der Hausforschung hervor: „Um Kirchen und Schlösser muss man sich weniger Sorgen machen als um Häuser – sie seien ein gefährdeter Denkmalbestand. Besonders deutlich werde die Berechtigung des AHF bei der Beschäftigung mit Häusern unterer Sozialschichten, die als eine „demokratische Hinwendung gesehen werden kann. Mit herzlichen Worten, einem antiquarischen Buchgeschenk (Viollet-le-Duc) und einer guten Flasche Wein (Jahrgang 2006) wird Michael Goer als Vorsitzender verabschiedet.
 
7. Kommende Jahrestagungen
Für die
nächste Jahrestagung (3. bis 6. Oktober 2019) liegt ein Vorschlag von Anja Schmid-Engbrodt für den Tagungsort Goslar und das Thema „Hausbau und Bergbau" vor. Alternative Vorschläge aus der letzten Mitgliederversammlung für die Tagungsorte Freiberg/Sachsen und das Saarland wurden vom Vorstand geprüft und wegen fehlender Ansprechpartner und mangelnder Unterstützung vor Ort (Freiberg) bzw. ausbleibendem Rücklauf (Saarland) als nicht realisierbar befunden und verworfen. Anja Schmid-Engbrodt stellt nochmals den Tagungsort Goslar vor; hier gibt es günstige infrastrukturelle Voraussetzungen und interessierte Kooperationspartner (AG Montanregion Harz, Welterbestiftung Harz), auch bei der Stadt Goslar sei der AHF willkommen. Bei einem Ortstermin des Vorstandes in Goslar am 8.10. (direkt nach der Tagung in Schwerin) können mögliche Tagungslokalitäten abgeklärt werden. In der anschließenden Aussprache werden Fragen und Wünsche zum Thema „Hausbau und Bergbau besprochen, u.a. die Einbeziehung von Mittelalter- und Montanarchäologie (R. Atzbach) sowie der Umfang der Berücksichtigung von bergbautechnischen Bauten und Einrichtungen (Y. Hofmann, G. Kolb, K. Freckmann). Internationale Beteiligung ist ausdrücklich erwünscht (A. Schmid-Engbrodt). Eine Fokussierung auf den Silberbergbau (Goslar, Freiberg) wird von mehreren Diskutanten in Frage gestellt. Ein DFG-Projekt zur Holzwirtschaft in Goslar und im Harz ist in Vorbereitung; technische Aspekte sollten nicht zu kurz kommen, dürfen die Tagung aber nicht dominieren (Th. Eißing). Beim Thema „Hausbau und Bergbau" sollten auch andere Aspekte des (Haus-) Gewerbes zur Sprache kommen (Großmann).
Die Versammlung votiert einstimmig für eine Jahrestagung 2019 in Goslar mit dem Thema „Hausbau und Bergbau" und erteilt dem Vorstand den Auftrag, die Tagung vorzubereiten.
Weitere
Themenvorschläge für künftige Jahrestagungen werden auf einer Folie präsentiert:
1. Sonderformen des Wohnens, Wohnen außerhalb der Norm
2. Bauten des Lernens und Studierens (Lutz Scherf: möglicher Tagungsort Jena)
3. Geschichte der Hausforschung in Europa
4. Logistik des Bauens: Transport, Materialdimensionen, Abbund, Sortieren, Zeichensysteme usw.
5. Hausbau in England
6. Hausbau in Österreich
Eine Tagung sollte etwa 20 Vorträge zum Thema/zur Region und 15 Vorträge aus laufenden Forschungsprojekten (mit dem Fokus auf Nachwuchswissenschaftler/innen) umfassen.
In der folgenden
Aussprache dazu sieht Th. Spohn die Liste kritisch, er sieht eine mangelnde Relevanz und vermisst Themen des 20. Jahrhunderts, die aktuell in Denkmalpflege und Freilichtmuseen eine große Rolle spielen (Bauen in der Nachkriegszeit, Einfamilienhaus- und Hochhausbau, Betonfertigteilbau usw.). U. Großmann warnt davor, die klassischen Haus- und Bauforscher mit gegenwartsnahen Themen zu „verschrecken, andere meinen, der AHF solle nicht auf den Zug ins 20. Jh. aufspringen, sondern mit „Themen, die sonst keiner macht (T. Wende‧roth) „gegenhalten (T. Kellmann). M. Schimek plädiert dafür, die eingangs vorgeschlagenen Themen ins 20. Jahrhundert „durchzudenken", dem wird von anderen zugestimmt. H. Pantli spricht sich für eine stärkere Verknüpfung von Haus- und Gewerbebau (im 19. und 20. Jh.: Dienstleistungsbau) aus.
 
8. Verschiedenes
Klaus Freckmann (seit 40 Jahren Mitglied im AHF) stellt zwei aktuelle Projekte vor:

- Westböhmen, Spurensuche
nach Bauten, die in den 1940er Jahren von der NS-Forschung dokumentiert worden sind (ähnlich dem abgeschlossenen Projekt in Sachsen).
- Hinweis auf eine geplante
Tagung in Paris und Tours (Frankreich), Thema: Ländliche Fachwerkarchitektur in Frankreich und Nordeuropa als bedrohtes Kulturerbe (Clément Alix/Julien Noblet); Vorankündigung im Mitteilungsblatt folgt.
Nina Harm berichtet über die offizielle Gründung der
AHF-Regionalgruppe Österreich als e.V.; bei einem ersten Treffen im Mai 2018 in Krems waren 15 Interessierte anwesend; ein Internetauftritt ist in Arbeit (weiterer Ansprechpartner: Oliver Fries).
 
Der Vorsitzende schließt die Mitgliederversammlung gegen 10.50 Uhr.
 
Blomberg-Wellentrup, den 9. Oktober 2018
Dr. Heinrich Stiewe, Schriftführer
Der Vorsitzende
Der Geschäftsführer