Vorstellung AHF-Sektion Südtirol
 
Die neu gegründete AHF-Sektion Südtirol wurde am 28. Februar 2003 im Ansitz Rottenbuch in Bozen offiziell der Presse vorgestellt. An der Pressekonferenz nahmen neben dem Vorstand der Präsident des Arbeitskreis für Hausforschung e.V., Herr Dr. Ulrich Großmann, der Vizepräsident, Herr Ulrich Klein sowie der Wissenschaftliche Leiter der Schweizerischen Bauernhausforschung, Herr Dr. Benno Furrer teil. Zu den weiteren Ehrengästen zählten Landeskonservator Dr. Helmut Stampfer, der Ressortdirektor Dr. Armin Gatterer (er vertrat den plötzlich erkrankten Kulturlandesrat Dr. Bruno Hosp) sowie die Amtsdirektoren Dr. Lorenzo Dal Ri (Amt für Bodendenkmäler) und Dr. Josef Nössing (Amt für Archivwesen). Zu Beginn der Vorstellung ging der Präsident Dr. Martin Laimer auf die Gründungsgeschichte, die Organisation, die Ziele und Vorhaben der neu gegründeten Sektion ein. Anschließend überbrachten Landeskonservator Dr. Helmut Stampfer, der Ressortdirektor Dr. Armin Gatterer, der Präsident des Arbeitskreis für Hausforschung e.V. Dr. Ulrich Großmann sowie Dr. Benno Furrer von der Schweizerischen Hausforschung Grußworte. Dem Vorstand gehören neben dem Präsidenten Dr. Martin Laimer der Vizepräseident, Dr. Harald Haller, die Kassierin Dr. Hildegard Thurner und die Schriftführerin Dr. Heidrun Schroffenegger an.
 
Der “Arbeitskreis Hausforschung – Sektion Südtirol” (AHF-Südtirol) versteht sich als interdisziplinärer Zusammenschluss von Fachleuten, welche sich die Erforschung und die Dokumentation der Südtiroler Baukultur im ländlichen, als auch im urbanen Umfeld zum Ziel gesetzt haben. Der Verein ist Mitglied der “Regionalgruppe Alpen” und hat seinen Sitz im “MuseumPasseier – Andreas Hofer” am Sandhof in St. Leonhard in Passeier. Neben der ländlichen Baukultur mit ihren orts- und talspezifischen Typologien bilden die Architektur der Laubenhäuser in den historischen Stadtzentren, die Villenarchitektur der Gründerzeit, die Baukultur des sogenannten “Überetscher Stiles” im Überetsch und Unterland, sowie die Traditionen der Ansitze, der Wohntürme, der Burgen und Schlösser weitere Forschungsschwerpunkte. Das Interesse des Vereines gilt den ortstypischen Konstruktions- und Nutzungsformen, welche aus archäologischen, historischen, volkskundlichen, stil-, bau-, kunst-, sozial-, rechts-, wirtschafts- und technologiegeschichtlichen Gesichtspunkten erforscht, dokumentiert und publiziert werden sollen. Als Grundlage für den Bereich der Bauernhausforschung soll das reichhaltige und bislang kaum genutzte Dokumentationsmaterial der “Arbeitsgemeinschaft der Optanten” (ADO) bzw. der “Kulturkommission” aus den 1940er Jahren herangezogen werden.
 
Neben interdisziplinären Forschungsprojekten an ausgewählten Objekten organisiert der Verein im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten Ausstellungen, Vorträge, Tagungen und Exkursionen, welche der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Verein versteht sich darüber hinaus als Anlauf- und Koordinationsstelle für fachspezifische Studienprojekte. Besonderes Augenmerk gilt der Erforschung und Dokumentation substanzgefährdeter Bauten. Der interdisziplinäre Ansatz ermöglicht eine Erforschung der Objekte aus verschiedenen Blickwinkeln und zeigt letztlich die grundlegenden Parallelen der Bautypologien, welche in der fachspezifischen Betrachtungsweise nicht sichtbar werden.
 
Zu den voraussichtlich ersten Vorhaben zählt ein INTERREG-Projekt zum Thema Hochgebirgsforschung im hintersten Passeiertal. Diesbezüglich wird der Arbeitskreis eine Hilfestellung leisten. Als weiteres Objekt zum Thema Hochgebirgsforschung bietet sich die sogenannte “Obermair-Alm” am Eingang in das Schnalstal (Gemeinde Naturns) an. Eine Bauuntersuchung bzw. Baudokumentation soll beim “Krustner” in Pill bei Moos in Passeier durchgeführt werden.
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