Jahrestagung / Annual conference 2026

Archäologisches Landesmuseum, Brandenburg a. d. Havel
Donnerstag 1. bis Sonntag 4. Oktober 2025

In, unter und neben dem Haus

Archäologie, Haus- und Bauforschung im Dialog am gemeinsamen Objekt „Haus“

gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (DGAMN)

In, Under and Beside the House

Archaeology and Building Archaeology in Dialogue on the shared object „House“

together with the Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (DGAMN)


Call for Papers



Die themenbezogenen Tagungsbeiträge sollen eine Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten. Für die Präsentation neuer Forschungen sind 15 Minuten vorgesehen. Die Tagungssprache ist Deutsch, es können aber auch englischsprachige Vorträge gehalten werden. Da die Zahl der Vorträge begrenzt ist, kann es unter Umständen zu einem Auswahlverfahren eingereichter Beiträge durch eine gemeinsame Vorbereitungsgruppe von AHF und DGAMN kommen. 

Die Beiträge der Tagung werden in einer gemeinsamen Publikation der beiden Ausrichtervereinigungen veröffentlicht.

Die technische Ausstattung für eine digitale Bildpräsentation (PowerPoint) steht den Vortragenden zur Verfügung. Es ist vorgesehen, die Vorträge während der Tagung als Hybridveranstaltung online zu streamen. 

 

Thematic papers should not exceed 20 minutes; short presentations of new research are limited to 15 minutes.

The conference language is German, but papers in English are welcome. As the number of presentations is limited, a selection process may be necessary, conducted by a joint preparatory committee of AHF and DGAMN. The proceedings will be published in a joint volume by the two organising bodies.

Technical facilities for digital image presentations (PowerPoint) will be available. The conference is planned as a hybrid event with online streaming of presentations.

 

Beitragsvorschläge mit Vortragstitel und einem max. 10-zeiligen Abstract sowie einer Kurzvita (CV) mit vollständiger Postanschrift erbitten wir bis zum 30. April 2026 an: Please submit proposals including the paper title, an abstract of no more than 10 lines, and a short CV with full postal address by 30 April 2026 to:

Dr. des. Anja Schmid-Engbrodt M.A.

Lindlacher Weg 25, D-50259 Pulheim

Tel. (+49) 171-501 5624

[email protected]

 

english version is below

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Die Erforschung des historischen Hauses geht im 19. Jahrhundert zunächst von Schrift- und Bild-quellen aus, zieht aber bald überlieferte Sachzeugnisse hinzu. Die Ausdifferenzierung der Fachgebiete bewirkte, dass manchmal nur noch lose Verbindungen zwischen den einzelnen Forschungszweigen erhalten geblieben sind. Nach den länger zurückliegenden Tagungen rund um das Thema Haus[1] ist es nun wieder Zeit für einen direkten Austausch. Idealer Rahmen dafür ist eine gemeinsame, vom Arbeitskreis für Hausforschung und der Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit ausgerichtete Jahrestagung in Brandenburg an der Havel. Nach einem Vorexkursionstag mit Abendvortrag zum Veranstaltungsort am 1. Oktober soll an drei Tagen der Stand der Forschung zum historischen Haus auf dem Land sowie in der Stadt ausgetauscht und diskutiert werden. Als untere zeitliche Begrenzung wird das 11./12. Jahrhundert vorgegeben, da aufgehende Hausbefunde kaum vor 1200 überliefert sind.

Der inhaltliche Fokus der gemeinsamen Tagung soll dem Titel entsprechend auf dem Haus, seinen baulichen und räumlichen Strukturen, seinen Spuren im Boden sowie seinem Umfeld liegen. Stadtmauern, Kirchen, Burgen und Friedhöfe sind dagegen kein Thema dieser Tagung.

Die fokussierte Themenvorgabe ist mit der Hoffnung verbunden, dass im Zuge der gemeinsamen Betrachtung gleicher Objekte aus unterschiedlichen Perspektiven fruchtbare Diskussionen und im besten Falle neue Erkenntnisse erwachsen. Aufgrund der unterschiedlichen Fachbereiche sind auch Beiträge, die im „eigenen Kreis“ schon vorgetragen wurden, ausdrücklich zum neuerlichen Vortrag erwünscht.

 

Themenbereich ländlicher Hausbau

- Einzelhausbefunden (Grundriss, Nutzungsstruktur, Ausstattung, Baumaterial) und

- Hofstättenbebauung (Abgrenzung, Anzahl und Art der Einzelbauten, Hofgrößen), gern auch als regionale Überblicke.

Dabei können vor allem Grenzbereiche und Gegenüberstellungen etwa von Einraumhäusern und zwei- und dreizonigen Häusern oder zwei- und mehrschiffigen Häusern sowie ein- und mehrgeschossigen Häusern zu hoffentlich neuen Erkenntnissen führen. Von besonderem Interesse sind hier natürlich vergleichende Betrachtungen von obertägig erhaltenen Gebäuden oder nur als Bodenbefunde überlieferten Häusern.

 

Themenbereich städtischer Hausbau

- Einzelhausbefunden (Grundriss, Nutzungsstruktur, Ausstattung, Baumaterial) und

- Haus- und Hofstätten und ihrer Bebauung (Anzahl und Art der Nebengebäude, Ver- und Entsorgung) und

- Begrenzungen von Haus- und Hofstätten (Bohlenwege, Pflasterstraßen, Gräben, Zäune, Mauern), gern auch als regionale Überblicke.

In diesem Bereich werden vermutlich stärker als beim ländlichen Hausbau die historischen Entwicklungen und Veränderungen von Häusern und Hofstätten mit Verdichtungs- und Schrumpfungsprozessen zu neuen Erkenntnissen führen.

 

Themenbereich aktuelle methodische Entwicklungen
In wenigen Grundsatzbeiträgen sollen aktuelle Entwicklungen im Bereich der Dendrochronologie und der archäologischen wie auch der obertägigen Befundaufnahme einschließlich der auf GIS basierenden Methoden mit Bezug zum Tagungsthema vorgestellt werden.

 

Neue Forschungen/Nachwuchs

In etwas kürzeren Beiträgen soll Erstvortragenden aus den Bereichen Archäologie sowie Bau- und Hausforschung die Möglichkeit zur Vorstellung z. B. von Abschlussarbeiten gegeben werden, die nicht zwingend das Tagungsthema betreffen müssen.

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The study of historic houses began in the 19th century primarily based on written and pictorial sources, but soon incorporated surviving material evidence. The increasing differentiation of disciplines has sometimes resulted in only loose connections on the theme of the house (1998 “Bau und Boden”, Schwäbisch Hall; 2003 “Spuren der Nutzung an historischen Bauten”, Bamberg; 2006: “Küche – Kochen – Ernährung”, Schwäbisch Hall; 2011 “Holzbau in Mittelalter und Neuzeit”, Bremen, and “Vom Schicksal der Dinge. Spolie – Wiederverwendung – Recycling”, Brandenburg/Havel) it is now time for a renewed immediate exchange. An ideal setting for this is a joint annual meeting organized by the Arbeitskreis für Hausforschung and the Deutsche Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit in Brandenburg an der Havel.

After a preliminary excursion day with an evening lecture on October 1st, three days will be devoted to presenting and discussing the current state of research on historic houses in both rural and urban contexts. The lower chronological limit is set at the 11th/12th century, as standing house remains a scarcely attested before 1100.

The thematic focus of the conference, as indicated by its title, will be on the house itself, its structural and spatial configurations, its traces in the ground, and its immediate surroundings. Town walls, churches, castles and cemeteries are explicitly excluded from this meeting.

This focused thematic framework is intended to foster fruitful discussions and, ideally, new insights through the joint consideration of identical objects from different perspectives. Contributions that have already been presented within one’s own disciplinary circle are explicitely welcomed for renewed presentation.

 

Section: Rural House Construction

- Individual house remains (layout, functional structure, fittings, building materials) and

- Plot development (boundaries, number and type of individual buildings, plot sizes), preferably including regional surveys.

Particular interest lies in comparative studies of borderline cases and differences, e. g. single-room houses versus two- or three-partite houses, or two- and multi-aisled houses, as well as single- versus multi-storey buildings. Comparative analyses of standing structures and houses preserved only as archaeological con-texts are especially welcome.

 

Section: Urban House Construction

- Individual house remains (layout, functional structure, fittings, building materials),

- Houses and plots with their associated buildings (number and type of ancillary structures, supply and disposal systems) or

- Boundaries of houses and plots (wooden pathways, paved streets, ditches, fences, walls), preferably including regional surveys.

In this area, historical development and trans-formation of houses and plots — such as processes of densification and contraction — are expected to yield new insights.

 

Section: Current Methodological Developments:

A small number of keynote papers will present recent advances in dendrochronology and archaeological and architectural recording techniques, including GIS-based methods, in relation to the conference theme.

 

New Research / Early Career Scholars

Shorter papers provided by junior scholars in archaeology and buildings archaeology will showcase recent research generated in dissertations, master theses or outstanding student assignments – not necessarily relating to the conference topic.